Nuclear Power’s 70th Anniversary: Then and Now

December 2nd, 2012

About This Podcast

Today marks the 70th anniversary of the first man-made self-sustaining nuclear chain reaction. In this edition Arnie Gundersen discusses this first “atomic pile”, the decades of secrecy that followed, and the birth of what has become known as the “nuclear priesthood”. Also in this episode we discuss nuclear subsidies, water usage, and the problem of nuclear waste.

Related Content

Podcast Transcript

[tabgroup]

70. Geburtstag der Atomenergie: gestern und heute

KH: Dies ist der Energy Education Podcast für den 2. Dezember 2012. Ich bin Kevin. Dieser Podcast ist ein Projekt von Fairewinds Energy Education. Fairewinds ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Politiker, die Öffentlichkeit und die nächste Generation zu informieren. Heute ist der 70. Jahrestag der ersten von Menschen erzeugten, sich selbst erhaltenden atomaren Kettenreaktion. Dieser erste Atomreaktor stand in Chicago, im Untergeschoß eines Football-Stadiums. Dieser atomare Meilenstein war der Auftakt für Jahrzehnte der Geheimniskrämerei und etwas, was dann die „atomare Priesterschaft“ genannt wurde. An diesem 70. Geburtstag werden wir auch die Subventionen für die Atomindustrie, die Wärmeableitung in Flüsse und die Möglichkeit, dass eine Kernschmelze durch Zerfallswärme ausgelöst wird, diskutieren. Schließlich beschäftigen wir uns mit der Frage, was mit all dem Atommüll passieren soll. Bei uns im Studio ist der Fairewinds Chefingenieur, Arnie Gundersen. Dies alles in Kürze.

MG: Könnte es in den USA zu einer Kernschmelze wie in der Anlage von Fukushima Daiichi kommen? Berichten die Massenmedien wirklich die Wahrheit über die Atomindustrie? Wenn Sie Antworten darauf suchen, was sich rund um die Welt an Neuigkeiten zum Thema Atomkraft ereignet: bei Fairewinds werden Sie fündig. Ihre Spenden ermöglichen uns die Bereitstellung der notwendigen Mittel, Ihnen weiterhin sachliche Informationen durch erfahrene Experten der Atomindustrie zu bieten. Bitte bedienen Sie sich der Schaltfläche für Spenden.

KH: Hallo Arnie, willkommen zurück daheim, und danke, dass du hier bist.

AG: Hallo Kevin, danke, dass ich wieder bei euch sein darf.

KH: Ich würde gerne damit beginnen, kurz über die Fairewinds Webseite zu sprechen. Wir haben gerade eine neue, eine verbesserte Version ins Netz gestellt. Auf der aktuellen Version gibt es nun die Möglichkeit für Hörer, Fragen zu stellen. Wir möchten die Hörer des Podcasts einladen, uns Audiodateien mit Fragen zuzusenden, die dann ausgewählt werden können, um sie in zukünftigen Podcasts zu behandeln. Hörer, die an der Einsendung von Fragen interessiert sind, können diese an podcast@fairewinds.org schicken. Jetzt aber zu unseren heutigen Themen. Zuerst haben wir da den 70. Jahrestag der ersten von Menschen ausgelösten Kettenreaktion. Das war in Chicago, so weit ich informiert bin, befand sich der Reaktor unter einem Football-Stadium. Kannst du mir mehr darüber sagen?

AG: Ja. Nun, zuerst einmal möchte ich dich und Maggie zu der wunderbaren Arbeit beglückwünschen, wie ihr die neue Webseite gestaltet habt- das ist wirklich großartig. Ich hoffe, dass sich die Zuhörer durchklicken werden und alles anschauen, denn sie ist wirklich sehr benutzerfreundlich. Ich wurde also eingeladen, in Chicago zu sprechen, und zwar auf einer Konferenz zum Thema „70 Jahre Atommüll“. Der Titel wurde gewählt, weil am 2. Dezember 1942 die erste vom Menschen erzeugte, sich selbst am Laufen haltende Kettenreaktion stattfand, in einem Federballfeld unter einem Stadion der Universität von Chicago. Die Leute dachten damals seit ein paar Jahren, dass sie vielleicht eine Kettenreaktion zum Laufen bringen würden. Albert Einstein hatte an Roosevelt geschrieben, und das Manhattan Project wurde angekurbelt. Freilich war kaum ein Jahr zuvor Pearl Harbor angegriffen worden und darauf der Kriegseintritt der Vereinigten Staaten erfolgt. Die Sorge in Amerika war damals, da ja das Meiste der neuen Technologie aus Deutschland kam, dass die Deutschen vor uns eine Atomwaffe entwickeln könnten. Vor 70 Jahren, also am 2. Dezember, kam es dann zur ersten sich selbst erhaltenden Kettenreaktion.

KH: Das war oberirdisch.

AG: Ja, es war auf einem Racquetballfeld unter einem Football-Stadium.

KH: Wie kann man sich das vorstellen?

AG: Als ein Haufen von Uran- und Graphitblöcken. Graphit ist ein guter Neutronenmoderator. Sie hatten also Uran, Graphit, Uran, Graphit usw. Dann haben sie einige der Kontrollstäbe herausgezogen, die dazu da sind, Neutronen zu absorbieren, und haben so ganz langsam etwas durchgeführt, was man ein 1m Experiment nennt: sie haben die Leistung langsam, sehr langsam gesteigert, bis die Geigerzähler regelmäßig zu klicken begannen. Es wurde nicht langsamer, und es wurde nicht schneller, es blieb einfach bei einer konstanten, ziemlich schnellen Abfolge von Klicks. Dadurch wussten sie, dass ihnen eine Kettenreaktion geglückt war, die sich selbst am Laufen hielt.  Sie waren nicht sicher gewesen, dass sie das erreichen könnten. Es war also ein bedeutender Durchbruch. Erreicht wurde er von Enrico Fermi und Leó Szilárd- beides Europäer, die wegen des Krieges gekommen waren: sie waren führende Köpfe im amerikanischen Waffenprogramm.

KH: Und die standen da also neben diesem Ding und schauten einfach zu?

AG: Ja, sie standen direkt daneben. Die Leute gingen herum und nahmen Messungen vor, zogen Stäbe heraus und Ähnliches, während sie diesen Haufen von Uran und Graphitziegeln im Auge behielten.

KH: Dieser Haufen war der Reaktor?

AG: Ja.

KH: Einfach so im Raum.

AG: Ja. Dieser Haufen Uran und Graphit auf einem Racquetballplatz. Niemand war wirklich sicher, ob sie ihn wieder abschalten können würden – oder neu starten, was das angeht. Es war eine ziemliche Aufregung, als die Reaktion von selbst ablief. Und ich denke, sie waren auch ziemlich erleichtert, als klar wurde, dass sie ihn auch wieder abschalten konnten. Das ist eben auch etwas Wichtiges.

KH: Was ist nun 70 Jahre später daraus geworden?

AG: Nun, ich habe am 1. Dezember in Chicago gesprochen, und die Rede besteht aus 5 Punkten, von denen ich nicht glaube, dass sich in den vergangenen 70 Jahren viel verändert hat. Der erste geht auf den Reaktor in Chicago zurück, und die Tatsache, dass er unter Geheimhaltung erbaut wurde. Es begann unter Aufsicht des Militärs. Dieser Wirtschaftszweig war immer durchzogen von Geheimniskrämerei, aber auch der Notwendigkeit für Geheimhaltung in den 40ern und der Annahme der Notwendigkeit von Geheimhaltung in den 50ern und danach. Der Ausdruck dafür ist: eine Atompriesterschaft. Dieser Begriff wurde in den 50ern und 60ern geprägt, auch ich habe ihn verwendet, aber der Begriff stammt nicht von mir. Die Leute, die Atomkraft kontrollieren, wollen nicht, dass der Rest von uns versteht, was da vor sich geht; und das hat seine Wurzeln im Manhattan Project.  Es gibt eine ganze Reihe von Büchern, die sich mit der Gründung der Atomic Energy Commission (AEC) beschäftigt, den Initiatoren in den 40ern und 50ern, und wie sie ganz vorsätzlich der Öffentlich nicht die Wahrheit sagten. Anfänglich in Bezug auf Bombentests; ein großartiges Buch, falls jemand darüber lesen will, ist „The Day We Bombed Utah“. Es berichtet, wie die AEC versucht hat, die durch Bombentests erzeugte Strahlenbelastung der Menschen in Utah zu leugnen, speziell in einer Ortschaft namens St George. Der Fallout ereignete sich überall in Utah, die Menschen dort wurden stark belastet, und die AEC unternahm alles, um die Gewichtigkeit dieses Umstandes zu verschleiern. Die Atompriesterschaft hat ihren Ursprung also in der Notwendigkeit zur Geheimhaltung bei einem Waffenprogramm- aber sie hat damit weitergemacht, bis heute.

KH: Was sind also die Anforderungen, um Mitglied der Atompriesterschaft zu werden?

AG: Nun, meine Collegeausbildung wurde von der AEC bezahlt; ich war einer von 20 AEC-Stipendiaten. Sie haben, kurz gesagt, versucht, Priester heranzuziehen, so, dass die Leute einen akademischen Grad in Atomtechnik machten und danach natürlich eine Karriere in der Atombranche anstrebten. Weißt du, es gibt eine Gruppe in der Waffenindustrie, also im Energieministerium, und eine andere in der Atomindustrie, die das Gefühl haben, das Recht zu besitzen, diese Technologie ohne jegliche Mitsprache durch den Rest der amerikanischen Öffentlichkeit zu kontrollieren. Der Kongress hatte dieses Problem erkannt, aber die AEC war sowohl für Bomben, als auch für Atomreaktoren zuständig, und sie kamen für meine Collegeausbildung auf. Sie waren also für die Förderung und zur gleichen Zeit für die Kontrolle zuständig, was natürlich nicht funktioniert hat. 1976 wurde die AEC durch den Kongress geteilt: es entstand die Nuclear Regulatory Commission [NRC, die Atomare Aufsichtsbehörde] und das Department of Energy [DoE, das Energieministerium], und theoretisch würde die NRC nun tatsächlich regulierend eingreifen. Das Einzige, was der Kongress aber nicht tat, war, die Menschen auszutauschen. Die Geisteshaltung, diese priesterliche Überzeugung, auserwählt zu sein und, dass folglich du und ich nicht würdig genug sind, alle Informationen zu erhalten, war bereits am ersten Tag der NRC geboren worden.  Wir sehen das auch heute noch, zB wenn wir an unserem San Onofre Projekt draußen in Kalifornien arbeiten. Was da passiert ist Folgendes: die NRC geht zu Southern California Edison, und es werden Berichte über den Tisch gereicht; nachdem sie diese gelesen haben, werden die Schriftstücke zurückgegeben an Southern California Edison, sie waren unter Anführungszeichen also nie…

KH: Das sind dann Rechtsanwälte?

AG: Nein, das sind Techniker, die da am Tisch gegenüber sitzen. Aber Anwälte haben diesem Vorgehen natürlich vorab zugestimmt. Sie sitzen also in diesem Raum, und geben Informationen an die NRC weiter. Die NRC liest diese, und gibt sie dann wieder zurück. Da die NRC sich niemals im Besitz des Materials befindet, schafft es dieses nie in ein öffentliches Dokumentenarchiv.

KH: Sie sind also nicht dazu verpflichtet, solange sie keine Fotokopien machen oder Ähnliches. Solange sie diese Dokumente nicht kopieren, müssen sie sie nicht öffentlich zugänglich machen. Es gibt keinen Freedom of Information Act (Recht auf freie Akteneinsicht), gar nichts.

AG: Nichts davon ist anwendbar. Und so behält die Priesterschaft die Kontrolle, weil Experten von außerhalb, -und, ob du es glaubst oder nicht, es gibt ein paar Experten die unabhängig sind, und es sehr gerne sähen, wenn diese Informationen zugänglich gemacht würden- werden so durch die NRC davon ausgeschlossen, Zugang zu genauen Daten zu bekommen; die ja vielleicht das, was die NRC feststellt, in Frage stellen könnten.

KH: Der Chicago Reaktor ist nun 70 Jahre her. Warum existiert immer noch so ein Bedürfnis nach Geheimhaltung?

AG: Ich glaube, dass es mittlerweile ein Teil dieser Kultur geworden ist. Und das bringt uns zum 2. Punkt, über den ich sprechen wollte, und das sind die enormen Subventionen. Wir hätten gar keine Atomkraft, zumindest nicht in der Form, in der sie sich uns heute präsentiert, hätte es die Subventionen für das Bombenprogramm nicht gegeben. Wir investierten… das Manhatten-Project hat 2 Milliarden Dollar verschlungen, und das war vor 70 Jahren. Das ist natürlich auch heute noch ein Riesenbetrag, aber vor 70 Jahren war es noch viel mehr. Die ganze Infrastruktur, die wir wegen der Bomben geschaffen hatten, haben wir dann weiter genutzt, und gesagt, machen wir halt ein paar kommerzielle Reaktoren. Wenn man alle Subventionen berücksichtigt, also sämtliche Unterstützungen, die 70 Jahre lang gewährt wurden, denn die müsste man ja einrechnen, dann würden sich die Kosten der Atomkraft verdoppeln. Wenn der Strom das Atomkraftwerk verlässt, kostet er in etwa 5 Cents [pro kWh]. Die Union of Concerned Scientists (Vereinigung besorgter Wissenschaftler) hat angemerkt, es wären eigentlich 10 Cents, wenn da nicht all diese Subventionen gewesen wären, 70 Jahre lang. Wenn man also ein Kind in einer Ausbildung hat, und man unterstützt es, bis es 20 Jahre alt ist, dann ist das in Ordnung. Und wenn es ihnen mit 30 schlecht geht, und sie immer noch die Unterstützung der Eltern benötigen? Nun, das ist zwar nicht besonders angenehm, aber man wird es machen und auch das ist in Ordnung. Atomkraft ist nun aber schon 70 Jahre alt- und wir unterstützen sie immer noch mit Subventionen. An irgend einem Punkt muss man sie einfach rausschmeißen und sagen: entweder du kannst auf eigenen Beinen stehen, oder eben nicht. Aber genau das haben wir mit der Atomkraft nicht gemacht.

KH: Der Grundgedanke ist also, ohne diese Subventionen, einfach nur dem Markt überlassen, wäre sie gescheitert.

AG: Ja. Ganz genau so ist es. Peter Bradford, der übrigens aus Vermont stammt, außerdem ein früheres Kommissionsmitglied der NRC, hat gesagt, der Versuch, die globale Erderwärmung mit Hilfe der Atomkraft in den Griff zu bekommen, ist wie der Versuch, den Hunger auf der Welt zu besiegen, indem alle Menschen mit Kaviar versorgt werden. Das trifft es genau: dies ist eine unglaublich teure Technologie, von einer Industrie immer weiter am Laufen gehalten, die einfach nicht ohne Stützung auskommt.

KH: Arnie, wer hat die Atomkraft denn am Anfang subventioniert, und wer subventioniert sie heute?

AG: Am Beginn war es das Kriegsministerium- so haben wir damals unser Verteidigungsministerium genannt. Mit der Zeit entstand dann die AEC, und in den letzten 20, 30 Jahren war es das Energieministerium. Der größte Verfechter der Atomkraft in der Regierung derzeit. Es werden gewaltige Subventionen über das Energieministerium gezahlt.  Sie haben gerade eine weitere halbe Milliarde Dollar an Subventionen für die Entwicklung für kleine, modulare Reaktoren (SMRs) angekündigt. Also nun sind es kleine Reaktoren. Vor 10 Jahren wurden riesige Reaktoren protegiert, wie die, die wir in Vogtle bauen, das Vogtle Kraftwerk in Gorgia. Sie sagten, wir brauchen diese Riesenanlagen, weil sie sicher sind- und nun haben sie entschlossen, wir brauchen kleine Anlagen, weil sie sicher sind; aber wir bauen dennoch die großen, mit Garantien durch den Steuerzahler. Weißt du, es beginnt alles im Kongress. Die Industrie hat ihre Krallen im Kongress, egal ob Republikaner oder Demokraten, die Industrie hat ihre Klauen im Kongress, und so lange wir es nicht dazu bringen, dass unsere Kongressabgeordneten dazulernen und anfangen darüber nachzudenken, ob diese Gelder nicht besser dafür verwendet werden sollte, das Budget auszugleichen. Wenn wir das täten, dann, glaube ich, würde es der Anfang dafür sein, diese Industrie zu verändern. Aber zu diesem Zeitpunkt hat sie den Kongress am Haken.

KH: Atomenergie benötigt also jede Menge Geld, um sie am Laufen zu halten. Sie braucht auch eine ganze Menge Wasser aus der Umwelt. Du hast schon ein wenig zu diesem Thema gesprochen. Kannst du das noch ein bisschen vertiefen?

AG: Ja, auch das kann man bis zum Bombenprogramm zurückverfolgen. Die ersten Atomreaktoren wurden in wüstenartigem Gelände draußen im Staate Washington aufgestellt, in der sogenannten Hanford Reservation, gleich angrenzend an den Columbia River. Sie brauchten den Columbia River, um die Anlagen zu kühlen. Es ist ein gewaltiger Fluss. Die Energieproduktion mit Atomkraft braucht enorme Kühlungsresourcen. Es gibt da etwas, das Carnot Effizienz genannt wird, es ist etwas kompliziert, wir müssen das nicht im Detail besprechen, aber Kernkraftwerke haben den niedersten Grad von Carnot Effizienz von allen Arten der Stromerzeugung. Kohlekraftwerke sind viel besser, und Gaskraftwerke sogar noch mehr.

KH: Carnot Effizienz bedeutet also, wie effektiv Wasser zur Kühlung benutzt wird?

AG: Ja, für ein erzeugtes kW an Kraft benutzt ein Atomkraftwerk zirka 40% mehr Wasser für die Kühlung als ein Kohlekraftwerk, ein Gaskraftwerk braucht 50% weniger als ein Atomkraftwerk. All das wegen diesem Theorem von Carnot.  Wir reden, als ob es sich hier um eine moderne Technik handelt. Aber, erstens ist sie 70 Jahre alt, und eigentlich sind wir bis ins 19. Jahrhundert zurückgefallen, was den thermischen Wirkungsgrad dieser Anlagen angeht. Das heißt, es wird eine enorme Mange an Wasser gebraucht. Das Kraftwerk von Indian Point zum Beispiel benötigt zur Kühlung 500.000 m³ Wasser pro Tag. Und das ist, quer durchs Land, nichts Außergewöhnliches, das ist ganz normal.

KH: Dieses Wasser wird dem Hudson entnommen?

AG: Ja. 500.000m³. Und das bringt natürlich die Fische um, den Fischlaich, und so weiter.

KH: Es kommt als heißes Wasser in den Fluss zurück?

AG: Richtig. Es ist auch dieses warme Wasser, das in den Fluss abgeleitet wird, das möglicherweise einer anderen Nutzung zugeführt werden hätte können, für die Fische und um Menschen zu ernähren. So aber bringen wir das Wasser quasi um, indem wir es durch unsere Atomkraftwerke laufen lassen, um sie zu kühlen. David Lochbaum von der Union of Concerned Scientists hat gesagt, uns wurde schon immer eingetrichtert, dass wir glauben sollten, die Atomkraft könne das Problem der globalen Erwärmung lösen. Aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt: wir müssen die globale Erwärmung unter Kontrolle bringen, damit wir Atomkraftwerke haben können. Der Grund dafür ist, dass die Flüsse immer weniger Wasser führen, und wir kommen nun drauf, dass Atomkraftwerke im ganzen Land und überall auf der Welt gerade zur Zeit der größten Stromnachfrage heruntergefahren werden müssen, weil die Flüsse zu wenig Wasser führen. Diese Kraftwerke, die derart viel Wasser brauchen, sind also von einem kühlen Klima abhängig, und jetzt, wo wir in einer Phase globaler Erwärmung sind, finden wir uns in der Situation wieder, dass wir die Kraftwerke abschalten müssen, weil entweder der Fluss zu wenig Wasser führt oder die Temperatur im Fluss zu hoch wird. Das haben wir hier in Vermont so erlebt. Gerade im vergangenen Sommer musste Vermont Yankee seine Leistung ungefähr um 20% drosseln. Der Grund dafür war, dass es nicht viel Regen in Neu England gegeben hatte, der Fluss wurde zu warm, und die Wasserführung zu niedrig. Das passierte überall im Land und auch in Europa während den letzten Jahren. Für die letzten 70 Jahre haben wir also gewusst, dass Atomkraftwerke mehr Wasser benötigen, als alle anderen Methoden der Stromerzeugung.

KH: Dieses Wasser, nachdem es einmal durch die Anlage geleitet wurde, ist also weniger zu gebrauchen? Nicht mehr zu gebrauchen? Was ist die Auswirkung, außer der veränderten Temperatur? Nicht, dass die Temperatur nicht auch wichtig wäre, aber gibt es sonst noch einen Unterschied zwischen dem Wasser, das in die Anlage hineingeführt wird, und dem, das die Anlage wieder verlässt?

AG: Es gibt 2 Dinge. Zum Einen werden alle Organismen, die sich im Wasser befinden, getötet. Das Wasser wird um 30 bis 40° aufgeheizt, alle Fischeier werden also gebraten. Das Andere ist, wenn es die Anlage verlässt, wird ein großer Teil zu Wasserdampf. Es erhöht also die Feuchtigkeit in der Atmosphäre, und wird damit zu einem Faktor bei großen Stürmen wie Sandy. Es ist jetzt mehr Feuchtigkeit in der Luft, weil die Temperaturen höher sind. Und wir befrachten die Atmosphäre mit mehr Feuchtigkeit, teilweise durch Atomkraftwerke, die den Wassergehalt noch stärker erwärmen, als es sonst der Fall wäre.

KH: Es zerstört also die Biologie im Wasser, das durchgeleitet wird?

AG: Ja. Das ist korrekt.

KH: Und eine andere fundamentale Wahrheit, die ans Licht kommt, und heute noch triftig ist- eine, von der du ja bereits öfter davon gesprochen hast, ist der Umstand, dass bei einer nuklearen Kettenreaktion, wenn sie gestoppt wird, die Wärme nicht einfach verschwindet. Damals so wahr wie heute?

AG: Ja. Was Einstein und Fermi und Szilárd und alle diese Leute begeistert hat, ist folgendes: Wenn ein Uranatom gespalten wird, dann produziert es eine enorme Hitze- eine Million mal mehr auf nuklearer Ebene pro Atom als jede chemische Reaktion, also etwa Kohle zu verbrennen oder so etwas. Ein Atom Uran erzeugt also eine Million mal mehr Hitze als das Verbrennen von einem Kohlenmolekül. Das fanden alle natürlich ziemlich aufregend, weil man daher keine großen Materialmengen braucht. Aber niemand kümmerte sich um diese anderen Teile des Puzzles, nämlich die Teile, die dann zurück bleiben, die Spaltprodukte, die gespaltenen Atomkerne bleiben nämlich auch heiß. Man war nun der Meinung, dieses Problem lösen zu können. Das Schöne dabei war nämlich , dass man 95% der Wärme gleich am Anfang bekommt, aber das Teuflische dabei ist, nachdem man bereits abgeschaltet hat, muss man immer noch 5% der Wärme los werden.  Die NRC wird immer sagen: „Die Anlage ist sicher heruntergefahren worden.“ Das heißt lediglich, dass sie Kontrollstäbe eingefahren wurden. Das allerdings passiert die ganze Zeit- sehr, sehr selten bleibt ein Kontrollstab stecken. Aber das ist eben nur ein Teil des Puzzles, wie wir in Fukushima gesehen haben. Fukushima Daiichi ist heruntergefahren. Das war nicht das Problem. Durch das Erdbeben wurden die Reaktoren abgeschaltet.

KH: Und wenn du sagst, es bleiben noch 5%Wärme übrig, das klingt nicht nach besonders viel, aber kannst du uns erläutern, wie viel ist das, 5%, in einem Atomreaktor wie in Fukushima?

AG: Ja. Schauen wir uns einen einzelnen Reaktor von Fukushima Daiichi an, sagen wir Reaktor Nummer 2. Der hatte ungefähr 3 Millionen Pferdestärken, durch die Hitze im Reaktorkern. Der Reaktorkern ist aber nur 4 m mal 4 m mal 4m. Man stelle sich also vor, 3 Millionen Pferde eingesperrt in einem Raum kleiner als Ihr Schlafzimmer. Das ist also eine enorme Hitze. Wenn man den Reaktor abschaltet, sind 95% somit erledigt, aber es bleiben immer noch 150.000 Pferde in Ihrem Schlafzimmer, die alle so schnell laufen, wie sie nur können. Es wird also eine gigantische Wärmemenge produziert. ‘

KH: Und das kann nicht abgeschaltet werden.

AG: Es ist ein Naturgesetz, man kann es nicht abschalten. Und wir wissen von Daiichi, wir wissen es von Tschernobyl und von Three Mile Island, was passiert, wenn man einen Kern nicht kühlt: es kommt zur Kernschmelze. Eine Kernschmelze ist also unausweichlich, wenn man nicht kühlen kann, und zwar, nachdem die Abschaltung bereits erfolgt ist. Dieser Kommentar der NRC, dass das Kraftwerk sicher abgeschaltet sei, ist also eine Halbwahrheit. Sie müssten eigentlich sagen: „Oh, und übrigens, wir müssen das Ding auch noch für einige Jahre kühlen, um sicherzustellen, dass es nicht doch noch zu einer Kernschmelze kommt“. Aber natürlich ist das nicht im Wörterbuch der Atomkraft.

KH: Und die Kühlung hängt wiederum von der verlässlichen Verfügbarkeit von Wasser ab.

AG: Und das führt uns zu den Gesprächen, die wir hier in unseren Fairewind Podcasts bereits zum Thema Verlust der Hauptwärmesenke hatten, ich glaube also nicht, dass wir für unsere Hörer noch einmal darauf eingehen müssen.

KH: Nächste Woche.

AG: [Lacht]

KH: Wie haben darüber geredet, dass man keine Möglichkeit hat, die Restwärme loszuwerden. Aber keine Möglichkeit zu haben, den Müll, der nach der Kettenreaktion über bleibt, los zu werden, ist auch eine große Sorge, außerdem ein Thema, mit einer langen Geschichte.

AG: Der Titel der Tagung lautet „70 Jahre Jubiläum der ersten Kettenreaktion“ aber es könnte auch „70 Jahre- ein Berg von Atommüll“ sein. Das General Accounting Office schätzt, dass die Atomreaktoren, die zur Zeit in Betrieb sind, während ihres Einsatzes 140.000 Tonnen hochradioaktiven Atommüll produzieren werden- und wir haben noch nichts damit getan, gar nichts. Wir haben vom Hanford Projekt im Staat Washington gesprochen. Die Erde in Washington ist hochgradig verseucht. Gerade während der letzten 2 Monate haben 2 Tanks angefangen, durchzubrechen. Das ist in Hanford öfter passiert. Es gab dort einwandige Tanks im Boden; dies deshalb, weil sie so radioaktiv sind. Die einwandigen Tanks haben aber begonnen, durchzurosten, …

KH: Das sind Lagertanks?

AG: Ja, für den radioaktiven Abfall des Bombenprogramms. Also Bombenmüll, der in einwandigen Tanks im Boden hockt. Die Lösung in Hanford war es, doppelwandige Tanks zu machen. Jetzt sind aber zwei von den doppelwandigen Tanks auch wieder undicht geworden, die damit neuerlich radioaktives Material ins Grundwasser entlassen. Das ist nur ein Beispiel für den Atommüll des Bombenprogramms. Aber die Atomkraftwerke überall im Land lagern ihren Müll zur Zeit in Abklingbecken, von denen ich nicht glaube, dass sie sicher sind. Der Müll gehört in Schutzbehälter (Castoren).

KH: Der Müll ist also bei den Kraftwerken?

AG: Ja, wir haben nirgends, wohin wir ihn bringen könnten.

KH: Und in einigen Fällen ist er quasi am Dach untergebracht?

AG: Das stimmt. Es gibt 23 Anlagen, bei denen der Müll quasi am Dach lagert. Nun, die Befürworter von Atomkraft sagen: „Ach, wenn wir nur Yucca Mountain hätten… Dieser vermaledeite Obama, er hat Yucca Mountain abgedreht.“ Aber Tatsache ist, dass Yucca Mountain nie aus wissenschaftlichen Gründen ausgewählt wurde. Yucca Mountain war aus politischen Gründen ausgewählt worden, und die Wissenschaft wurde genötigt, der Politik zu folgen. Nun, die Verfechter der Atomkraft werden sagen, dass es genau umgekehrt war, wissenschaftlich gesehen wäre alles hervorragend, aber Obamas Plan sei pure Politik. Aber so ist es nicht. Als Yucca Mountain ausgewählt wurde, nannte man das Gesetz den „Screw Nevada Act“. Im Kongress hat also eine Gruppe von Abgeordneten Yucca Mountain ausgewählt, …

KH: Nur kurz, was ist Yucca Mountain?

AG: Es ist ein größerer Berg in Nevada, einige hundert Meter hoch, und er wurde ausgewählt- nun, die Leute dachten, er wäre erdbebenresistent, man dachte, er wäre trocken, nun stellt sich aber heraus, dass er seismisch ziemlich aktiv ist, und feucht auch noch dazu. Das sind zwei Dinge, die man bei einem Atomendlager absolut nicht haben will.

KH: Der Plan wäre also gewesen, dass aller Atommüll, jedenfalls der von den Kraftwerken, zu diesem Berg gebracht worden wäre, und dann unter ihm begraben hätte werden sollen?

AG: Der Kongress hatte ursprünglich entschieden, dass die eine Hälfte des Atommülls im Westen, die andere im Osten gelagert werden soll. Es hätte also auch irgendwo im Osten ein Endlager geben sollen. Nun haben wir aber hier im Osten viel mehr Wählerstimmen als die Leute in Nevada, so kam es zum Begriff des „Screw Nevada Act“. Die Staaten im Osten haben gesagt: „Wir wollen ihn nicht, schicken wir ihn einfach nach Nevada“.  Damals, in den 80ern und 90ern war die Kongressdelegation von Nevada ziemlich schwach, jetzt aber wird diese Delegation von einem gewissen Harry Reid angeführt, der im Senat der Boss ist. Es ist nun also ein bisschen anders, Nevada hat nun mehr politisches Gewicht. Aber in Yucca Mountain gibt es eine ganze Reihe technischer Probleme. Eines davon ist Feuchtigkeit. Und niemand weiß, wie das Feuchtigkeitsproblem in den Griff zu bekommen ist. Die NRC hat gesagt:“ Nun, in 100 Jahren werden wir das herausgefunden haben, wir werden diese ‚Titanschirme‘ erfunden haben, die wir rund um den Atommüll aufspannen, und wenn wir in 100 Jahren Yucca Mountain versiegeln, werden wir diese Titanschirme installieren, von denen wir heute noch nicht wissen, wie wir sie bauen werden, oder auch, wie wir sie entwerfen sollen, aber in 100 Jahren werden wir klüger sein, wir werden also in der Lage sein, zu verhindern, dass diese Feuchtigkeit an den Atommüll herankommt.“ Wir haben also in Wirklichkeit wichtige wissenschaftliche Studien verschoben, im Glauben, dass wir in 100 Jahren viel schlauer sein werden, nachdem wir den Atommüll dort eingelagert haben. Zusätzlich finden wir nun, dass es in Yucca Mountain eine ganze Menge Feuchtigkeit gibt, und dass er seismisch ziemlich aktiv ist. Die Feuchtigkeit wird also den Atommüll angreifen; dieser wird vorerst einmal verglast, aber diese Glascoquillen halten die Radioaktivität auch nicht für alle Ewigkeit. Es gibt viele Studien, die Aufzeigen, dass innerhalb von wenigen 100 Jahren die Radioaktivität im Berg bereits ausgetreten sein wird, und nach 1000 Jahren ist sie außerhalb der Lagerzone und im Wasser der Leute. In dem Wasser, auf das wir in der Zukunft angewiesen sein werden.  Aber zum Thema, was mit dem Atommüll geschehen soll. Als ich im College war, dachten wir, eine Lösung stünde kurz bevor. Vor 40 Jahren dachten wir, die Antwort wäre unmittelbar vor uns. Aber wir sind der Lösung heute noch nicht einen Schritt näher gekommen.

KH: Den Müll für immer lagern- was heißt das eigentlich? Wie lange ist das: für immer? Wie lange muss dieser Atommüll im Berg verbleiben?

AG: Das gefährliche Isotop ist das Plutonium. Und es ist sehr viel Plutonium, Tonnen und Abertonnen, in diesen verbrauchten Brennstäben. Plutonium hat eine Halbwertszeit von 25.000 Jahren, und eine Faustregel ist zehn Halbwertszeiten. Sie müssen also an dem Ort, an den sie verbracht werden, eine viertel Million Jahre lang bleiben. Das wiederum bedingt 2 Probleme: wir haben es mit einer Zeitspanne zu tun, die länger ist, als die, die vergangen ist, seitdem der Mensch Afrika verlassen hat, seitdem wir die Schrift haben, eigentlich, seitdem wir überhaupt als homo sapiens bezeichnet werden konnten; wenn wir damals Atommüll gelagert hätten, dann würden wir ihn heute noch lagern müssen, um ihn nicht zur Bedrohung werden zu lassen. Es ist also eine lange Zeitspanne, sie ist bereits auf der geologischen Skala.

KH: Die Pyramiden sind ja 5.000 Jahre alt.

AG: Das wäre also 50 mal länger, als das Alter der Pyramiden. Wir müssen ihn also irgendwo für 250.000 Jahre sicher lagern. Und es gibt dabei 2 Möglichkeiten. Also zuerst einmal: die Sprache verändert sich und, sagen wir, in 5.000 Jahren haben die Menschen vergessen, dass er da ist. Sollen wir also Zeichen aufstellen, um klar zu machen: Hier nicht graben! Das wäre eine Möglichkeit. Aber wie warnt man jemanden in 5.000 Jahren, hier nicht zu graben, weil die schlimmsten Gifte, die jemals gefunden worden sind, lagern hier unter der Oberfläche? Es wird also zu einer linguistischen Frage: wie warnt man die Leute? Die Kehrseite ist freilich, vielleicht sollte man die Leute gar nicht warnen, weil es möglicherweise einen Bösewicht gibt, der das Plutonium dazu braucht, um seinen Nachbarn in die Luft zu jagen. Der würde vielleicht genau dort graben wollen, wenn er also weiß, wo. Es ist also in diesem Sinne zur Jagd frei gegeben. Die Lagerung von Atommüll, ihn von Menschen fern zu halten und Menschen von ihm fern zu halten sind einander entgegengesetzte Aufgaben, und verschlimmern das Problem noch mehr.

KH: Und ihn einfach ins All zu schießen, weg von unserem Planten ist auch keine Option?

AG: Also einerseits würde es eine Riesensumme kosten, 140.000 Tonnen Müll zur Sonne zu schicken. Aber das Dilemma ist: was, wenn die Rakete explodiert oder abstürzt? Sie müsste also einen Absturz aushalten. Wenn sie aber in der Lage wäre, so einen Absturz auszuhalten, dann könnten wir sie gleich in die Erde stecken. Das ist also die Begründung, warum wir ihn nicht einfach zur Sonne schicken. Erstens die Kosten, und zweitens müsste sie in jedem Falle absturzsicher ausgelegt sein. Weißt du, ich werde laufend von Leuten dahingehend angesprochen, dass sie sagen, wir können doch den Müll für eine viertel Million Jahre lagern, also sollten wir Atomkraft haben. Und vertraue uns einfach. Wir werden schon einen Weg finden, wie wir Atommüll eine viertel Million Jahre speichern können. Und ich sage immer: Sonnenenergie scheint mir eine gangbare Alternative zu Atommüll zu sein, und dann sagen die: „Ja, aber man kann den Strom nicht über Nacht speichern.“ Nun, wenn wir also eine Methode finden können, wie wir hochradioaktiven Müll für eine viertel Million Jahre lagern können, dann scheint mir doch, dass wir mit der gleichen oder einer besseren Technologie hier in Amerika einen Weg finden können, wie man Strom eine Nacht speichern kann. Eine Nacht scheint mir wesentlich einfacher zu sein als eine viertel Million Jahre.

KH: Es ist wohl wirklich etwas, was die menschliche Erfindungsgabe meistern kann.

AG: Ja, wenn wir nur wollten, bin ich mir sicher, dass wir es zu Stande brächten.

KH: Das war es also wieder für diese Ausgabe unseres Energy Education Podcast. Heute ist der 2. Dezember 2012. Nur noch eine kleine Erinnerung an unsere Hörer, doch einmal unsere neue Webseite anzuschauen. Unsere Adresse ist www.fairewinds.org. Arni, danke fürs Kommen.

AG: Danke für die Einladung, Kevin.

KH: Wir sehen dich also hier in einer Woche wieder. Danke dir.

 

Dieses Schriftstück steht unter GFDL, siehe www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html . Vervielfältigung und Verbreitung – auch in geänderter

Form – sind jederzeit gestattet, Änderungen müssen mitgeteilt werden (email: afaz@gmx.at). www.afaz.at Jänner 2013 / v1

[/tabgroup]

Tags: , , , , ,